Wider das Vergessen

Guido Fluri als Jugendlicher und das ehemalige Kinderheim Mümliswil (1939–1973), heute Nationale Gedenkstätte für Heim- und Verdingkinder.

Guido Fluri als Jugendlicher und das ehemalige Kinderheim Mümliswil (1939–1973), heute Nationale Gedenkstätte für Heim- und Verdingkinder.

Sommerfest 2026 der Guido Fluri Stiftung. Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider ist Gast des Treffens.

Die von Guido Fluri lancierte Wiedergutmachungsinitiative führte zum «Bundesgesetz über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981», das 2017 in Kraft trat. In diesem werden die Kantone aufgefordert, ein Zeichen der Erinnerung zu schaffen.

Anfang der 1970er Jahre war Guido Fluri selbst im Kinderheim Mümliswil im Kanton Solothurn untergebracht. Sein persönliches Schicksal bewegte ihn dazu, sich mit der Guido Fluri Stiftung für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen einzusetzen. So wurde im Jahr 2010 das Projekt Kinderheime Schweiz lanciert, welches die Geschichte der Fremdplatzierung in der Schweiz aufarbeitete. Im Rahmen der Auseinandersetzung mit diesem dunklen Kapitel der Schweizer Geschichte kaufte die Guido Fluri Stiftung das ehemalige Kinderheim und betreibt dort seit 2013 die nationale Gedenkstätte für Heim- und Verdingkinder. Sie ist als Begegnungszentrum, Ausstellungsort und Informationsplattform diesen Kindern und der Aufarbeitung ihrer Geschichte gewidmet.

Zu Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine im Jahr 2022 konnte die Guido Fluri Stiftung mit Unterstützung der Gemeinde Mümliswil und des Kantons Solothurn vorübergehend Dutzende geflüchtete Mütter und ihre Kinder im ehemaligen Kinderheim unterbringen.

Bist du bereit, dich für deine Überzeugungen einzusetzen?

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